Die N-JOY Starshow findet jedes Jahr auf dem Expo-Plaza in Hannover statt – und dieses Jahr waren wir auch mit dabei. Wir können sagen: Es war genial. Von der Location über die Essbuden bis hin zum Line-up stimmt einfach alles. Und gerade das Line-up hatte es dieses Mal in sich. Dieses Jahr gab es eine Reihe an internationalen Künstler:innen, die von 15 bis 23:30 Uhr für gute Laune auf der Expo sorgten. Mit dabei waren Alle Farben, Ray Dalton, Jess Glynne, Robin Schulz und nicht zu vergessen: Macklemore.
Alle Farben eröffnet die Show und überrascht uns besonders positiv mit seiner super sympathischen Art. Er ist ein sehr beeindruckender DJ, der genau weiß, wie man die Menge zum Tanzen bringt. Auch wenn es erst 15 Uhr war, sorgt er mit viel Konfetti, guter Musik und etwas Pyro für gute Laune und begeistert die Menge gleich zu Beginn.
Nach 60 Minuten kommt es zum Bühnenumbau für Ray Dalton. Auch er beeindruckt uns mit seiner kraftvollen Stimme, die live ungelogen noch besser klingt als auf Platte. Mit Songs wie „In My Bones“, „Manila“ oder seinem wohl bekanntesten Feature „Can’t Hold Us“ stellt er seine Stimme unter Beweis. Auch Jess Glynnes Performance ist ziemlich überzeugend und sie teilt ebenfalls ihre Power-Stimme mit uns. Beide Künstler besitzen je ein Feature mit Macklemore, und so hoffen wir natürlich auf einen etwas früheren Auftritt des Headliners – leider vergeblich. Aber Vorfreude ist ja bekanntlich die schönste Freude…
Vor Macklemore ist jedoch noch Robin Schulz an der Reihe, der mehrmals mit technischen Problemen zu kämpfen hat. Zwei kurze Unterbrechungen während seines Sets beeinträchtigen seine Performance. Beim zweiten Abbruch wirft er enttäuscht sein Headset weg und verlässt die Bühne. Er geht runter zu den Fans und macht noch Fotos mit den Leuten in der Front Row, was den Anschein erweckt, dass er es endgültig satt hat und die Show beenden möchte. Deshalb folgen auch einige (leider berechtigte) Buh-Rufe. Nach etwa 30 Minuten geht die Show überraschend weiter, was das Publikum sehr positiv aufnimmt. Es wird viel getanzt und gejubelt, die Stimmung ist also wohl doch nicht im Keller.
Durch die technischen Probleme des internationalen DJs kommt es logischerweise zu spürbaren Verzögerungen. Aber nichtsdestotrotz ist die Menge hyped auf den Mann des Abends: Macklemore. Mit einer 35-minütigen Verspätung kommt er jedoch auch mit einer Menge Energy auf die Bühne und ist das absolute Highlight der Show. Macklemore übertrifft alle unsere Erwartungen und liefert eine irre Performance ab. Seine Live-Präsenz ist unglaublich, und er schafft es, das Publikum komplett mitzureißen. Mit kleinen Tanzeinlagen, einem Dance-Off zwischen zwei Zuschauern und wichtigen Ansprachen zu Themen wie LGBTQ und dem Gaza-Krieg bietet er eine vielfältige und bewegende Show. Macklemore ist einfach für Live-Auftritte geboren.
All in all ist die N-JOY Starshow kein weirdes Radio-Festival, sondern ein feines Erlebnis, das durch eine perfekte Location und ein beeindruckendes Line-up glänzt. Trotz technischer Probleme blieb die Stimmung positiv und alle Artists – besonders Macklemore – haben mit Ihrer Performance überzeugt. Wir sind gespannt auf’s nächste Jahr!


