Rave trifft auf Breakdown – The Browning in Berlin

Knapp ein Jahrzehnt ist es her, dass The Browning eine Headline Tour in Deutschland hatte. Kein Wunder also, dass die meisten Shows ausverkauft waren – so auch Berlin im Lido.

HEAVEN.EXE

Mit einem Intro aus ersten Techno-Klängen eröffnete HEAVEN.EXE die Show. Die Berliner Band, die kurz zuvor erst ihr Debütalbum «Erase Me» rausgebracht hat, hätten keine passendere Möglichkeit bekommen können, dieses zu präsentieren als mit ihrer ersten Europatour als Opener für eine der Rave-Metal-Bands The Browning. Trotz früher Spielzeit gelang es ihnen schon etwas Bewegung unter die Menge zu bringen.

THE DEFECT

Mit THE DEFECT betrat anschließend ein Trio die Bühne, das eng mit dem Headliner verbunden ist: bestehend aus dem Sänger von The Browning, seiner Ehefrau sowie dem Band-Drummer. Für sie war es der erste Auftritt in Berlin.
Das Publikum wirkte nach dem Start von Heaven.Exe erstmal wieder recht verhalten. Erst zum Ende des Sets öffnete sich ein Pit und es kam Energie auf. Der Gesang der Frontfrau ging stellenweise leider unter. Auch die Interaktion mit dem Publikum blieb eher sparsam. Dennoch zeigte die Band musikalisch ein solides Set, das vor allem im letzten Drittel überzeugen konnte.

Stain The Canvas

Etwas metal-lastiger ging es weiter mit Stain The Canvas und das zeigte Wirkung: die Stimmung war sofort da, die Crowd hatte Bock und die Temperaturen im Lido stiegen. Kurzerhand griff sich der Sänger den Handventilator von einem Fan aus der ersten Reihe, der ihm diesen hinhielt.
Stain The Canvas lieferten energiegeladen ab und waren definitiv eines der Highlights im Line-Up.

The Browning

Unter grölendem Applaus wurde der Headliner des heutigen Abends begrüßt und es war sofort klar, dass trotz des sehr starken Auftritts von Stain The Canvas The Browning ihre Position als Headliner verteidigten. Auch die kurze Störung bei der Lichtanlage die kurz nach Beginn auftrat, konnte der Stimmung nichts anhaben. The Browning brachte die BURN THIS WORLD [EVOLVED] Tour nach Berlin und ließ zumindest temperaturtechnisch die Venue brennen.

Einziges Manko war die leider doch sehr rücksichtslose Crowd, die dafür sorgte, dass einige Besuchende sich sehr zügig weiter nach hinten verzogen.

Ein Abend, der zeigt, wie stark die Verbindung aus Metal und elektronischer Musik live funktionieren kann – und warum The Browning auch nach all den Jahren nichts von ihrer Intensität verloren hat.

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