Wenn Metal auf J-Pop trifft und alles explodiert: BABYMETAL live in Hannover!

Man kann über BABYMETAL denken, was man will, langweilig wird es definitiv nie. Am 16. Juni machte das japanische Trio für seine einzige Deutschland-Show 2026 Halt in der ausverkauften Swiss Life Hall in Hannover. Schon vor dem Einlass war klar: Das wird kein gewöhnlicher Konzertabend.

Den Startschuss gab die britische Band PRESIDENT. Düster, druckvoll und mit einer gewissen geheimnisvollen Aura schickten sie die ersten Wellen durch die Halle. Das Publikum nahm den Support dankbar an und die Vorfreude auf den Hauptact stieg mit jeder Minute

Als BABYMETAL schließlich auf die Bühne kamen, hat die Stimmung direkt spürbar angezogen. Was die Band seit Jahren so faszinierend macht, ist dieser komplett eigene Kosmos. Hier treffen brachiale Gitarrenwände auf eingängige Pop-Hooks, präzise Choreografien auf Moshpits und japanische Popkultur auf Metal-Festival-Energie. Klingt nach einer absurden Idee, funktioniert live aber verblüffend gut.

Gerade weil die Show so kurzweilig war, fiel am Ende allerdings ein kleiner Kritikpunkt ins Gewicht. Nach rund 75 bis 80 Minuten war bereits Schluss. Das Set ließ zwar kaum Wünsche offen, dennoch stellte sich beim Verlassen der Halle das Gefühl ein, dass hier durchaus noch Platz für ein paar weitere Songs gewesen wäre. Besonders bei einer exklusiven Deutschland-Show hätten sich viele Fans vermutlich über etwas mehr Spielzeit gefreut. Trotzdem bleibt ein durchweg positiver Eindruck. BABYMETAL haben in Hannover genau das geliefert, was ihre Fans erwarten: eine eigenwillige Mischung aus Metal, Pop und Showelementen, die in dieser Form nach wie vor einzigartig ist. Nicht jeder wird mit dem Konzept etwas anfangen können, doch live entwickelt die Band eine Energie, der man sich nur schwer entziehen kann.

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