Sabaton – Legends

Sabaton wissen, was sie tun. Seit über zwei Jahrzehnten marschiert die schwedische Metal-Maschine unaufhaltsam durch Festivals, Hallen und Geschichtsbücher. Mit Legends verlagert die Band den Fokus von Kriegen auf die Helden dahinter – Templer, Khan, Jeanne d’Arc und Co. Es geht weniger um Fronten, mehr um Mythen. Und das steht ihnen gut.

Klassisch episch

Der Opener Templars macht sofort klar, wo die Reise hingeht: Chöre, Power, Pathos – der Inbegriff dessen, was Sabaton ausmacht. Hymnisch, überlebensgroß, und genau das, was Fans hören wollen. A Tiger Among Dragons nimmt das Tempo etwas raus und glänzt mit fernöstlicher Melodik und filmischer Atmosphäre – ein epischer Gänsehautmoment.

I, Emperor liefert dann das Schwergewicht des Albums. Düstere Grundstimmung, wuchtiger Groove, und Brodéns Stimme als donnernder Feldherr in der Mitte – das ist Sabaton in Bestform. Kurz darauf sorgt Maid of Steel für drei Minuten pures Adrenalin: Jeanne d’Arc als Hymne, kurz und direkt, ohne Umwege.

Wenn Impaler schließlich in düstere, beinahe bedrohliche Klanglandschaften abtaucht, beweisen Sabaton, dass sie mehr können als nur Heldenhymnen. Hier schwingt echtes Drama mit – kein Bombast um des Bombasts willen.

Sound, Energie, Identität

Klar, Sabaton erfinden sich auch auf Legends nicht neu. Aber sie perfektionieren ihren Sound weiter. Die Produktion ist fett, der Mix wuchtig, jedes Riff auf Stadiongröße poliert. Ja, manche Songs ähneln sich – aber Sabaton leben von ihrer Handschrift, nicht von Experimenten.

Und genau das funktioniert: Legends klingt, als wäre es dafür gemacht, live mit Pyros und Tausenden Fans zelebriert zu werden. Das ist keine Neuerfindung, das ist Selbsterfüllung – und das mit vollem Herzblut.

Fazit

Legends ist kein Gamechanger, aber ein starkes Statement: Sabaton sind immer noch die Könige des heroischen Metals. Große Chöre, dicke Riffs, echte Emotion – und jede Menge Stoff für neue Live-Hymnen. Wer Sabaton liebt, bekommt hier alles, was man erwarten darf – aber leider auch nicht mehr.

Sabaton – Legends

Score

80%
Sabaton wie man sie kennt und liebt. Mit Legends beerbt die Kombi das Erfolgsalbum Heroes (2014) ohne große Entwicklung.
Fotocredit: