Review: VINTA – KALYPSO

Wie packt VINTA das bitte?! Gerade einmal 17 Monate ist es her, dass die Band ihr Debüt „Kaputt für immer“ veröffentlichte und sich rasend schnell in die Playlists, Herzen und Ohren der deutschen Szene katapultierte. Die Kombination aus emotionalen Texten, gepaart mit harten, modernen Riffs, geht voll auf und sorgte dafür, dass die „deutschen Architects“ schnell große Shows – unter anderem im Vorprogramm der Emil Bulls – spielen konnten. Und zwischen Release, Hype und Shows war dann echt noch Zeit für ein zweites Album?! Am kommenden Freitag erscheint Album Nr. 2 unter dem Namen „KALYPSO“ und tritt jetzt schon in große Fußstapfen. Ob es diese füllt oder ein Schnellschuss war, klären wir in unserem Review.

Die Formel passt

Bereits beim Opener der Platte werden wir komplett abgeholt. „Willst du“ überzeugt mit einem unglaublichen Sound und dieser für VINTA fast schon typischen „Masche“, uns dazu zu bringen, den Refrain lauthals mitzusingen – na, da können die Live-Shows ja kommen! Danach geht es zum titelgebenden Track „KALYPSO“ über, welcher auch die letzten Zweifel ausräumt: Wäre das hier ein Architects-Song, wäre er international mit Millionen Streams belohnt worden. VINTA zeigen einfach, dass sie Songwriting jetzt schon durchgespielt haben.

Kein Filter

KALYPSO (2026) ist vor allem eines: ehrlich. Songs wie „Lass mich gehen“, „Leise vorbei“ oder das grandiose Finale mit „Nur dein Name“ nehmen uns emotional mit auf eine Gefühlsreise. Hier werden Geschichten erzählt, die jeder heranwachsende Mensch durchlebt hat oder zumindest nachempfinden kann. Sie sind echt – ein Echo unserer eigenen Gefühle.

Mut zur Wut

Es geht natürlich auch anders! Emotionen müssen nicht nur melancholisch sein; sie sind oft auch der Brennstoff für Ausbrüche und pure Wut. Diesen Balanceakt führt VINTA auch auf KALYPSO (2026) meisterhaft vor. Als ersten Song möchten wir hier „Schwarzes Glas“ erwähnen, welcher beide Welten perfekt vereint und das Fundament für weitere Banger wie „Keine Medizin“ oder „Adrenalin“ legt.

Soundtrack des Herzens

Das Album ist dabei natürlich mehr als nur die Summe seiner emotionalen Extreme. Gerade die Mischung macht hier den Zauber aus. Das wechselnde Tempo in der Tracklist sorgt für eine wundervolle musikalische Reise – und genau das ist die Königsdisziplin: ein Album zu erschaffen, das man anschaltet, um den Rest der Welt auszuschalten. Einfach zuhören, mitfühlen und KALYPSO (2026) erleben.

Fazit

Die Messlatte lag durch den Debüt-Erfolg hoch, doch VINTA setzen ihr Zeichen erneut mit Bravour. Die letzten Jahre waren das Fundament für das, was sich hier rasant zu einem der ganz großen Live-Acts entwickeln kann. Wir setzen diese Band jetzt schon auf eine Stufe mit Größen wie Heisskalt oder Leoniden.

Wer jetzt noch keine Ahnung hat, was er nächste Woche so macht, sollte unbedingt die Tour von VINTA auschecken:

26.03. – Hamburg – Hebebühne
27.03. – Hannover – Lux
28.03. – Berlin – Privatclub
09.04. – Oberhausen – Druckluft
10.04. – Leipzig – Bandhaus
11.04. – München – Backstage
12.04. – Frankfurt – Nachtleben 

VINTA – KALYPSO

Score

92%
KALYPSO trifft musikalisch genau den richtigen Nerv und bohrt sich durch tiefgehende Texte und seinem modernen Sound in unsere Herzen. Fans von Architects: Greift zu!
Fotocredit: