Live-Review: Wargasm in Berlin

Am 17. Juni 2026 legten Wargasm zusammen mit Support von Mimi Barks zwischen ihren Festivalauftritten einen Stopp im Berliner Lido ein.

Überraschenderweise startete nicht Mimi Barks den Abend, sondern die Künstlerin Blake Harley mit Unterstützung eines Gitarristen und Drummers. Mit ihrer Mischung aus Post-Punk / Goth Pop mit Elementen aus der Neuen Deutschen Welle versuchte sie das Publikum aufzuwärmen.
Das Set von 35 Minuten wurde von einer ruhigen Lichtshow unterstrichen.

Weiter ging es mit Mimia Barks, die schon mit lautem Jubel empfangen wurde. Der Unterschied der Energie konnte kaum extremer sein. Das Publikum hatte sichtlich Bock auf die Show. Mimi lieferte ab und teilte ebenfalls ihren erst kürzlich veröffentlichten Song «Power durch Verrat» mit den Fans.
In der Mitte des Sets wurden drei «body bags» – bestehend aus Plastiktüten und Tape – in die Menge geworfen, welche auch die darauffolgenden Songs weiterhin oben gehalten wurden.

Als Wargasm die Bühne betraten, rückte das Publikum schlagartig näher zusammen und weiter nach vorne. Schon beim ersten Song wurde ein großer Pit gefordert und den hat die Band auch bekommen. Obwohl das Konzert nicht ausverkauft war und es noch etliche Tickets an der Abendkasse zu erwerben gab, hatte das keinen Einfluss auf die Stimmung – knapp das halbe Lido wurde kurzerhand in einen Moshpit verwandelt.
Wargasm schafften mit ihrem Auftritt einen erinnerungswürdigen Abend.

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