Es wirkte fast so, als wolle Parkway Drive mit ihrer feurigen Bühnenshow ganz Deutschland einheizen. So fühlte es sich zumindest an, als man sich bei bestem Wetter am 19. September 2025 zur QUATERBACK Immobilien Arena in Leipzig begab, um die erste Show der Europatournee zu sehen. Das erste Album ‘Killing With A Smile’ der Metalcore-Band aus Byron Bay, Australien, erschien 2005, zwei Jahre nach der Gründung der Band im Jahr 2003. Damit feiern sie ihr 20-jähriges Jubiläum gemeinsam mit ihren Fans in ganz Europa.
Doch nicht nur Parkway Drive reisten für das Konzert aus Australien an. Mit im Gepäck aus Down Under waren The Amity Affliction und Thy Art Is Murder, was Parkway Drives Sänger Winston McCall während des Konzerts vor dem Publikum voller Stolz erwähnte.
Pop-up-Store und Sonnenschein
Doch erstmal von Beginn an. Wer in der letzten Zeit die sozialen Medienkanäle der Band oder von Impericon verfolgte, hat mitbekommen, dass es in fast jeder Stadt der Europatournee einen Pop-up-Store gibt. Das Besondere hierbei ist, dass jede Stadt ein exklusives Design hat, welches man sich als limitiertes Poster oder T-Shirt kaufen kann. Der Store befand sich mitten in der Innenstadt, in der Kupfergasse. Hier findet ihr alle Informationen dazu.
Innerhalb weniger Minuten kam ich mit dem ÖPNV dann vom Pop-up-Store zur Arena. Gegen 16:30 Uhr begann pünktlich der Einlass. Da das Wetter jedoch so schön war, habe ich mich draußen mit ein paar Fans unterhalten. Bei Sonnenschein, Getränke-, Essens- und Merchständen sowie Parkway Drive Musik, hat man sich auf den Abend gut einstimmen können. Aber auch in der Halle war für das gastronomische Wohlbefinden alles vorhanden.
Auftakt mit The Amity Affliction
Es dauerte dann auch nicht mehr lange, bis 17:50 Uhr The Amity Affliction auf die Bühne kam und als erste Vorband des Abends begann. Irritierend war allerdings der frühere Beginn, da auf den Tickets der Beginn um 18 Uhr angegeben wurde. Dementsprechend war die Halle noch nicht so voll. Dies änderte sich dann jedoch schnell, nachdem ‘Pittsburgh’ als erster Song angespielt wurde. Im Laufe des Auftritts wurde auch die neue Single ‘All That I Remember’ gespielt, die im Mai veröffentlicht wurde. Spätestens bei ‘It’s Hell Down Here’ und ‘Soak Me in Bleach’ konnte das Publikum ihre Textsicherheit unter Beweis stellen. Mit voller Energie endete nach ca. 40 Minuten das Set.
Weiter geht es mit Thy Art Is Murder
Kurz vor 19 Uhr betraten Thy Art Is Murder, die fünfköpfige Deathcore-Band, die Bühne. Zuletzt hatte ich die Band 2019 gesehen, als noch CJ McMahon als Sänger der Band fungierte. Tyler Miller, der seit 2023 fester Bestandteil der Band ist, überzeugt in voller Länge. Zu Beginn wurden nach ‘Blood Throne’ die ersten Pits gefordert, die Menge hat ein paar Minuten gebraucht, doch dann entstanden in der Halle mehrere Moshpits sowie die ersten Wall of Deaths. Während bei The Amity Affliction auf den Videoscreens nur das Logo zu sehen war, wurden bei Thy Art Is Murder verschiedene Videos eingespielt, welche farblich auf die Lichtsäulen auf der Bühne abgestimmt waren, wodurch das visuelle Setup sehr stimmig und atmosphärisch wirkte.
Viel Feuer beim Main-Act
Gegen 20 Uhr wurde es endlich Zeit für den Headliner. Es wurde anfangs ein Video an den Screens neben der Bühne gezeigt, welches prägende Momente der Bandgeschichte darstellte. Als dieses Video endete, betraten Parkway Drive die Halle und bahnten sich, wie gewohnt, ihren Weg durch die Menschenmenge in Richtung Bühne. Dabei wirkte Sänger Winston McCall mit seiner weißen Kapuze wie ein Boxer, der vor einem Kampf in den Ring steigt.
Die ersten Songs waren ‘Carrion’ und ‘Prey’, welche auf der B-Stage gespielt wurden, bevor es dann auf die Hauptbühne ging und Parkway Drive bei ‘Glitch’ mit ordentlich Pyro begeisterte. Inzwischen sind in der Halle verteilt fünf Circle Pits entstanden und auch die Menschen auf den Rängen haben mit geheadbangt.
Bei ‘Boneyards’ kam Joel Birch, Sänger von The Amity Affliction überraschend auf die Bühne. Besondere Gänsehautmomente gab es bei mir bei den Liedern ‘Cemetery Bloom’ und später auch bei ‘Wishing Wells’, als ein künstlicher Regeneffekt die dramatische Wirkung des Songs verstärkte.
Dann kam der Moment, auf den wahrscheinlich die meisten Fans gewartet haben: Der Mashup von ‘Killing With A Smile’, dem Geburtstagskind. Winston McCall verschwand bei ‘Idols And Anchors’ in der Menge und ließ sich zurück zur Bühne tragen, was allerdings nur teilweise funktionierte.
‘Chronos’ und ‘Darker Still’ standen ebenfalls auf der Setlist. Auf die Bühne kamen drei Musikerinnen, die die Band mit Violinen und einem Cello musikalisch unterstützten. Ein eindrucksvoller Moment, der der Show eine fast orchestrale Tiefe verlieh.
Langsam neigte sich die Show dem Ende zu, aber nicht das Ende der guten Musik. Mit ‘Crushed’ wurde Drummer Ben Gordon um die eigene Achse gedreht, während um ihn ein Pyroquadrat entzündet wurde. Einfach nur geil, was hier auf der Bühne passiert ist. Kurz nach 22 Uhr endete das zweistündige Set mit ‘Wild Eyes’ auf der B-Stage, ganz nah an den Fans mit tosendem Applaus.
Ein Abend, den man nicht vergisst
Parkway Drive live zu sehen ist jedes Mal ein Erlebnis, was ich nicht missen möchte. Die Show war mit all ihren Effekten atemberaubend und die Wahl der Setlist ist meiner Meinung nach sehr geglückt. Dass von ‘Killing With A Smile’ nur ein Mashup kam, enttäuschte manche vielleicht, die sich aufgrund der Jubiläumsshow und dem 20. Geburtstag des Albums mehr erhofft hatten. Es kann aber nicht abgestritten werden, dass Parkway Drive mit ihrer Energie und Spaß an der Musik stets 100 Prozent geben.
Meine persönlichen Highlights waren an diesem Abend: ‘Drag the Lake’ und ‘Soak Me in Bleach’ von The Amity Affliction, ‘Holy War’ und ‘Puppet Master’ von Thy Art Is Murder sowie ‘Vice Grip’ und ‘Wishing Wells’ von Parkway Drive. Aber sind wir mal ehrlich: Kaum ein Moment dieses Abends wird so schnell vergessen sein!
Zwei Tage zuvor trat Parkway Drive im Club Metropol in Berlin im Rahmen der ‘Closer Than Ever’ MagentaMusik-Show der Telekom auf. Wir waren live für euch dabei. Hier könnt ihr den Artikel lesen und hier die dazugehörigen Fotos anschauen. Ihr habt Lust, das Konzert in Berlin zu sehen? Hier könnt ihr es (wieder) erleben.
Falls euch das nicht reicht und ihr Parkway Drive live sehen wollt, könnt ihr euch für folgende Tourdaten in Deutschland, Österreich sowie der Schweiz noch Tickets holen:
SEP 21, 2025 – Wien
SEP 23, 2025 – Zürich
SEP 24, 2025 – Frankfurt
SEP 26, 2025 – Hamburg
SEP 27, 2025 – Dortmund
SEP 28, 2025 – Stuttgart
Tickets für die Shows findet ihr hier!


