Das solltet ihr zu Rock am Ring wissen!

Der Ring ruft – und wir kommen. Vom 6. bis 8. Juni geht’s wieder rund: laute Gitarren, große Namen,
kaltes Bier und hoffentlich kein Schlamm (aber wenn doch, auch egal).
Slipknot, BMTH, Heaven Shall Burn, K.I.Z, Beatsteaks, KoRn & viele mehr – das Line-up ballert.

Wer, wann, wo? 

Seit gut zwei Wochen ist der Spielplan draußen. Praktisch für den Schnellzugriff: unsere Timetable-Bildschirmhintergründe für’s Handy. Für jeden Tag gibt es zwei BIlder, die euch durch das Programm begleiten. Aktueller ist natürlich die App der Veranstalter, da sie auch über Änderungen informiert.

Ins Bühnenensemble stößt nun die neue Atmos-Stage dazu – Dazu wurde das Festivalgelände vergrößert und der Haupteingang dorthin verlegt, wo bislang die Warmup-Party stattfand. Der angedachte Plan, die Hauptbühne ebenfalls umzusetzen, wird indes noch nicht umgesetzt – Die Nürburg prangt also weiterhin am Horizont, und auch auf die (und von der) «Scheiß Tribüne» bleibt der Ausblick gleich. Dafür sollen die beiden größten Bühnen, Utopia und Mandora, künftig weitestgehend baugleich sein.

Auch in diesem Jahr kommt es wieder zu bedauernswerten Überschneidungen, so spielen zum Beispiel Rise Against und Slipknot, Bring Me the Horizon und The Prodigy, Korn und Stray from The Path oder Adam Angst und Feine Sahne Fischfilet gleichzeitig. Man erlaube uns, hierfür kurz in das Genre des Kommentars zu verfallen:

Hat ernsthaft jemand damit gerechnet, dass mehr Bühnen und mehr Bands dazu führen würden, dass es weniger Überschneidungen gäbe? Ja, natürlich spielt es auch eine Rolle, welche Bands sich um das Publikum reißen müssen. Nichtsdestotrotz ist es keinesfalls so, dass sich die Planer lediglich keine Mühe gäben. Der Timetable hängt von vielen Faktoren ab, darunter auch teils strengen vertraglichen Vereinbarungen mit Bands und technischen Gegebenheiten.

Mit Knocked Loose wurde bereits einer der bisher geheimen Acts preis gegeben. Um die anderen beiden ranken sich noch große Gerüchte. Auch wir wissen hier noch nichts, außer so viel: Es wird sich lohnen!

Und sonst so?

Auch der Geländeplan und ein Fahrplan für die Shuttlebusse ist inzwischen verfügbar. Schön: Auch in diesem Jahr ist kein zusätzlicher Fahrschein für die Busse nötig. Schade: Außer bei der Roten Linie zu den besonders weit entfernten Zeltplätzen, die bis 4 Uhr morgens verkehrt, ist um 21 Uhr schon Schluss. Der Heimweg ist also auch dieses Jahr zu Fuß zu bewältigen.

Für den Hunger während des langen Festival-Tages steht auf dem Gelände wieder eine breite Auswahl bereit. Per App lässt sich auch nach Vegetarischen und Vegangen Ständen filtern, wobei unsere Stichprobe zeigt: Ein Großteil der verbleibenden Auswahl besteht aus Pommes – Hier würden wir uns etwas mehr Diversität wünschen. Auf dem Gelände könnt ihr weiterhin nur mit dem Festivalbändchen, das dazu bereits jetzt aufgeladen werden kann. Vorteil: Das bezahlen geht oft schneller als mit Bargeld, ist hygienischer und zudem weitestgehend Diebstahlsicher.

Alles für euer Camp

Bereits am Mittwoch öffnen die Campingplätze: Ab 12:00 geht es für die «normalen» Kategorien los, wer Karten für das Utopia-, Experience oder Racetrack Rock’n’roll-Camping hat, darf ab 18:00 drauf. Als erfahrene Festivalisten möchten wir euch noch kurz ein paar Tips zur Packliste geben. Klar, an Bier, Kleidung und Zelt denkt wohl jeder selbst. Folgende Dinge sollten aber auch mitkommen:

  • Eine Wärmflasche – Auch für die harten Jungs. Die Eifel ist tückisch, und nach heißen Tagen folgen gerne um so kältere Nächte. Was gibt es da schöneres, als sich nach einem langen Festivaltag in einen nicht mehr ganz so kalten Schlafsack legen zu können.
  • Schnur, Rettungsdecke und Gaffatape – Egal ob für eine Wäscheleine, ein improvisiertes Sonnensegel, als Spielgerät für Flunkyball oder um ein Loch im Zelt zu flicken
  • Kopfbedeckung, Sonnencreme und Sonnenbrille – Die Sonne der Eifel kann unerbittlich sein, und Schatten ist auf dem Ring-Gelände rar gesät. Wenn ihr dem Krebs-Look vorbeugen wollt und abends bis zum Headliner durchhalten wollt, solltet ihr euch deswegen schützen!
  • Gehörschutz – Ja, wir geben’s zu, wir sind da etwas spießig – Aber wir wollen ja auch noch in ein paar Jahren Konzerte hören können. Außerdem praktisch, wenn die Zelt-Nachbarn um 7 Uhr morgens den ganzen Campingplatz mit «Guten Morgen, Sonnenschein» grüßen!
  • Powerbanks – Solltet ihr nicht in den Luxus einer Camping-Kategorie mit Stromanschluss kommen, gehören unbedingt ein paar Powerbanks mit ins Ring-Gepäck. Auf dem Gelände besteht zwar die Möglichkeit, gegen Gebür Powerbanks zu leihen – Praktischer ist es trotzdem, nachts sein Handy laden zu können und mit vollem Akku in den Festival-Tag zu starten.

Die wichtigsten anderen Dinge könnt ihr auch in diesem Jahr wieder im LIDL-RockStore kaufen, von Zelt, über Grill und natürlich allem an Lebensmitteln bis hin zu Kleidung.

Noch keine Karte?

Der Livestream wird zur Jubiläumsausgabe auf dem Portal eines Boulevardblatts präsentiert – Eine Entscheidung, die auf sozialen Medien viel Kritik hervorrief. Auch bemerkenswert: Bislang ist nur eine Übertragung der Utopia-Stage angekündigt. Dass ein anderer Streaming-Partner die Konzerte auf der Mandora-Bühne zeigt, wurde zwar bislang nicht ausgeschlossen, es erscheint uns aber unwahrscheinlich. Wer beispielsweise K.I.Z oder Sleep Token sehen möchte, muss daher wohl persönlich anreisen.

Offiziell ist das Festival bereits seit Monaten ausverkauft. Auf FanSale.de sind jedoch immer wieder Karten verfügbar. Hier besteht auch eine Garantie, dass das Ticket tatsächlich echt ist und euch zum Einlass berechtigt. Auf sozialen Medien und gängigen Kleinanzeigen-Portalen finden sich ebenfalls zahlreiche Angebote – Hier ist jedoch große Vorsicht geboten, um nicht auf Betrüger hereinzufallen.

Wir sind natürlich vor Ort und berichten jeden Tag live vom Ring – welche Band dürfen wir auf keinen Fall verpassen?