Wir erleben dieses Jahr Up North zum ersten mal auf dem Pell Mell Festival. Als Opener läuten sie den zweiten Festival Tag ein. Sänger Sebastian, Gitarristen Markus und Miguel, Bassistin Fritzi und Drummer Marc haben sich den weiten Weg aus Köln hierher gemacht und dabei auch noch die Sonne mitgebracht. Gutes Wetter mit einem guten Start auf der Bühne. Doch moshed.net will sich natürlich nicht das Interview im Anschluss nehmen lassen. Wir berichten, warum Sebastian nur eine drei Plus als Sänger bekommt und natürlich auch wie es zur Gründung kam.

moshed.net: Wie geht’s euch denn?

Up North: Sehr gut. Bisschen platt.

moshed.net: Ihr habt auch gut Gas gegeben auf der Bühne

Up North: Ja, muss man ja auch. Gerade als Opener. Ich glaub auch, dass es einer unserer Stärken ist.

moshed.net: 2017 war euer Debut mit Pointless Perfection. Richtig?

Up North: Richtig.

moshed.net: Mittlerweile haben wir 2023. Was habt ihr so gemacht? Was ist bisher passiert bei euch innerhalb der Band?

Up North: Grundsätzlich waren wir nicht untätig. Haben einiges gespielt. Recordet ist auch alles, aber es fehlt noch bisschen was. Videomaterial zum Beispiel. Dann kam noch Corona dazwischen. Aber wir sind gerade dabei, alles nachzuholen. Wir hoffen, wir können bald releasen. Live spielen wir auch einiges von dem, was wir bisher geschrieben haben. Manche Songs funktionieren gut live manche nicht. Wir können jetzt noch kein Releasdatum droppen, aber wir geben Gas.

moshed.net: Wie läuft das bei euch eigentlich? Wird das demokratisch entschieden, was ihr auf der Bühne spielt?

Up North: Eigentlich entscheidet das der Miguell, weil er unser Songwriter ist. Wenn die Musik so weit fertig ist, muss meistens noch etwas gefeilt werden. Aber dann wird’s gespielt und geschaut, ob es live gehen würde oder nicht.

moshed.net: War das euer erstes Mal heute auf dem Pell Mell?

Up North: Wir wurden immer mal wieder gefragt, warum wir hier nicht spielen. War auch immer auf der Liste, hat aber irgendwie nicht so hingehauen. Entweder zu spät beworben, oder nicht genommen worden. Aber dieses Mal hat’s geklappt und damit geht auch so ein kleiner Wunsch von uns in Erfüllung.

moshed.net: Habt ihr Traum-Festivals auf denen ihr super gern mal spielen möchtet?

Up North: Größer geht immer, denke ich. Aber Pell Mell war bei uns sehr hoch im Kurs, weil die Mischung immer stimmt, gut besucht ist und die Musik einfach cool ist. Aber ich denke jede Band wünscht sich mal auf den großen Festivals zu spielen wie Wacken oder Rock am Ring. Aber grundsätzlich sind wir immer ein Fan von den kleinen Festivals, weil es einfach etwas familiärer ist. Man ist näher dran.

moshed.net: Wie gefällt es dir denn persönlich, Fritzi? Du bist so still gewesen bisher.

Fritzi (Up North): Ich bin relativ fresh in der Band, war mein erstes Konzert heute.

moshed.net: Ach krass! Wie lange bist du denn schon dabei?

Fritzi (Up North): Ja seit Dezember letzten Jahres.

moshed.net: Wie kam’s dazu?

Fritzi (Up North): Wir haben uns über eine Anzeige kennengelernt. Bin frisch nach Köln gezogen und habe eine Anzeige geschaltet, auf die sich Markus dann gemeldet hat. Ursprünglich gings noch um Gitarre spielen. Aber dann ist es doch der Bass geworden.

Up North: Wir waren lange ohne Bass unterwegs, wir haben einfach niemanden gefunden. Also hab ich dann erst mal übernommen, weil wir dachten Gitarre finden wir leichter. War aber dann nicht so. Außerdem muss es ja auch menschlich passen. Und bei Fritzi passt es menschlich. Also PASSTE… *lacht*

moshed.net: Das klingt fies. *lacht*

Fritzi (Up North): So war’s auch gemeint.

Up North: Nein Unsinn, es passte menschlich echt gut und jetzt spielt sie bei uns Bass. Für Gitarre hats halt nicht gereicht. *lacht*

moshed.net: Eigentlich wollte ich euch noch nach euren Highlights vom Festival fragen, aber ihr wart ja jetzt Opener. Wie hat es sich für euch denn angefühlt?

Up North: Also diese eine Band Up North, das war bisher die beste Band, die wir gesehen haben. *lacht* Nee, Spaß. Wir hatten in der Vergangenheit auch mit Elwood Stray zusammen gespielt. Und da freuen wir uns sehr drauf. Die Jungs mal wiederzusehen. Aber wir freuen uns auch tierisch auf Callejon. War einer der ersten Metalcore Bands, die ich gehört habe.

moshed.net: Für alle, die euch noch nicht so gut kennen bisher – mit welcher Band könnte man euch mit dem Genre vergleichen? 

Up North: Ist etwas schwer. Wir hatten bei der letzten Probe erst das Gespräch, welches Genre wir eigentlich sind. Der eine sagt Posthardcore, der andere sagt Metalcore. Vielleicht sind wir irgendwas dazwischen. Wir haben bisschen Metalcore, wir haben ein bisschen Hardcore. Pop Punk Einfluss. So von allem ein bisschen.

moshed.net: Wie kam es bei euch zur Gründung?

Markus (Up North): Sebastian und ich sind am längsten dabei. Dann kam irgendwann Miguel dazu, danach Marc unser Drummer und zuletzt Fritzi. Ich hatte am Anfang in einer Metalcore Band gespielt, die sich dann aufgelöst hatte. Ich wollte aber gern weiter Musik machen. Hatte dann mit ein paar anderen Mitgliedern eine Band gestartet und uns hat ein Gitarrist gefehlt. Da hab ich dann den Seb gefunden, der mir einfach nicht widerstehen konnte. *lacht* Unser Sänger hat dann aber aufgehört und Seb ist quasi nur eingesprungen, bis wir jemand anderen finden. Joah und dabei ist er dann geblieben. Er macht das schon ganz gut, denke ich. Drei plus würd ich sagen. *lacht* Während der Suche nach dem Sänger hat uns Miguel dann angeschrieben, ob wir nicht einen Gitarristen brauchen. Den haben wir dann auch eingeladen, er war kein kompletter Totalausfall, also haben wir ihn behalten. Über ne Anzeige haben wir dann Marc und Fritzi gefunden.

moshed.net: Meine letzte Frage ist für heute. Für welche Band wärt ihr denn gern mal Support?

Up North: Also Comeback Kid war bei vielen von uns etwas, was wir schon immer machen wollten und durften die tatsächlich schon supporten. Stick To Your Guns wär noch ziemlich nice. Aber ist schwierig zu beantworten, weil es so viele gute Bands gibt

moshed.net: Ich danke euch allen für eure Zeit und für das coole Interview. Viel Spaß euch bei Elwood Stray nachher.

Up North: Vielen Dank auch an Euch!

Ina

Ina

Hi, ich bin Ina, 88er Baujahr und mein Herz schlägt für die Musik.
In der moshed-Family zu sein, bedeutet für mich alles. Denn da kann ich zwei meiner größten Leidenschaften miteinander vereinen. Das Schreiben und die Musik. Lieblingsbands: I Prevail, Boston Manor und Never Back Down.