Ein angenehmer aber doch etwas kühler Mittwochabend, draußen rumlaufen ist also eher unangenehm. Da passt es doch perfekt, wenn es direkt in der Stadt ein ordentliches Konzert gibt, bei dem man sich schön aufwärmen kann. Genau so konnte man quasi den 27.04.2023 in Berlin beschreiben. Alpha Wolf gaben sich die Ehre die Hauptstadt zu besuchen und das auch noch direkt zum Tourabschluss. Ausreden gibt es also keine, und das dachten sich auch die Bands des Abends. Zwar waren die Sänger stimmlich etwas angeschlagen, aber war das noch lange kein Grund noch mal alles zu geben, und mitsingen können ja auch die Leute vor der Bühne!

Xile eröffnen den Abend

Um Punkt 19 Uhr ging es dann endlich los. Die Hardcore-Band Xile aus Neuseeland eröffnete mit brutalen Breakdowns, Two-Step Passagen und einer aufgeladenen Stimmung den Abend. Während das SO36 zu Beginn des Auftritts nur recht mäßig gefüllt war und die Beteiligung des Berliner Publikums erst noch etwas zu wünschen übrig lies, lieferten die Jungs auf der Bühne eine ordentliche Show ab. Es dauerte also nicht lange bis der Funke auch auf die Crowd übergesprungen ist und sich die ersten Moshpits bildeten. Der selbst benannte „Kiwi-Style“ der Band sorgte auf jeden Fall für einen gelungenen Start in den Abend und machte Lust auf mehr.

 

ten56 sorgen für ordentlich Stimmung

Mit ten56 kam dann die wahrscheinlich härteste Band des Abends auf die Bühne. Und obwohl die Band noch recht jung ist, so ist die Fanbase schon auf eine beachtliche Größe angewachsen. So ging es vor der Bühne dann auch ordentlich zur Sache als die extrem tief gestimmten Gitarren quasi die Wände zum wackeln brachten. Ten56 wissen wie sie die Crowd in ihren Bann ziehen können, und dieser Auftritt zeigte wie einfach das gehen kann. Die ersten Crowdsurfer des Abends ließen sich auf der Bühne blicken, eine Wall of Death nach der anderen wurde gestartet und die Circle Pits wurden durchgezogen bis der erste Schwindelanfall einsetzte, natürlich mit einer Ehrenrunde oben drauf.

 

King810 mit einer Performance der ganz besonderen Sorte

Als nächstes waren King810 an der Reihe. Frontmann David Gunn brachte die teils sehr emotionalen und von Problemen getränkten Lyrics mit einer eindrucksvollen Performance auf die Bühne. Die streckenweise sehr verzweifelt klingenden Vocals gepaart mit den brachialem Sound sorgten für eine ungewöhnliche Stimmung. Einerseits wollte man auf keinem Fall verpassen, was da gerade auf der Bühne abgeht, andererseits war das Verlangen in den Pit zu gehen ebenso groß. Ein schöner Kontrast zu den anderen Bands des Abends.

 

Tourabschluss mit Alpha Wolf

Und schon war es um kurz vor halb zehn Zeit für den Headliner des Abends. Die Stimmen in der Crowd wurden noch mal kurz getestet, indem als Intro Tribute von Tenacious D lief und dort natürlich jeder halbwegs textsicher mitgegröhlt hat. Man konnte leicht erahnen, dass die Jungs aus Australien etwas mitgenommen waren von der Tour, aber nichtsdestotrotz gaben sie auf der Bühne alles und forderten quasi im Minutentakt Wall of Deaths, Moshpits und das fröhliche rum Gerenne im Kreis. Im Laufe der Show wurde dann auch bekannt, dass irgendwie jeder im Team von Alpha Wolf Geburtstag hatte, woraufhin Gitarrist Sabian die Leute aufrief auf die Bühne zu kommen und dem jeweiligen Mitglied ein kleines Küsschen aus die Wange zu geben. Natürlich hatte nur einer aus Band Geburtstag, den Spaß ließen sie sich trotzdem nicht nehmen. Zum großen Finale mit Akudama wurden dann noch die Mitglieder der restlichen Bands auf die Bühne gebeten um dort dann den Tourabschluss noch ordentlich feiern zu können. Und so war es dann auch kein wirkliches Wunder, dass alle mit einem breiten Grinsen die Show verließen.

 

Mehr Fotos zum Konzert findet ihr in unserer Galerie.

Fotocredits: datzphotography

Dennis

Dennis

Knippst gerne Fotos von Menschen die auf der Bühne stehen, kennt sich in der japanischen Metalszene besser aus als in seiner Westentasche und gibt in Reviews gern seine unqualifizierte Meinung ab.

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